Hundepension "Grisette"
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   Tommy befindet sich bei uns in der Pension, bis ein neues Zuhause gefunden wird.
22. März 2021: Trainingstag mit Tommy


Name:                     Tommy
Geboren:                01.06.2017
Rasse:                    Galgo español

Geschlecht:           Rüde kastriert
Grösse:                  ca 65 cm

Januar 2021 Vorstellung von Tommy :
Seit beinahe drei Jahren - seit März 2018 - befindet sich Tommy nun schon in einem spanischen Tierheim. Tommy würde, wenn man ihn zu sehr bedrängt, schnappen. Vermutlich ist dies auch der Grund, dass es bisher keine Organisation gab, die ihn zur Vermittlung übernommen hat.
Wir möchten ihm eine Chance geben und daher reistTommy nun schon bald zu uns in die Schweiz. Gesucht wird nun die "Stecknadel im Heuhaufen": seine zukünftigen Zweibeiner müssen Erfahrung mit Angsthunden und Kenntnissen der Rasse haben, ebenso sollte ein souveräner Ersthund vorhanden sein. Ja und natürlich müssen sie Tommy alle Zeit der Welt geben die er braucht, um Vertrauen in die Menschen zu bekommen .


   

 
 

Falls Sie Tommy
kennenlernen möchten und ihm ein passendes Zuhause geben könnten, verlangen Sie bitte unser unverbindliches Bewerbungsformular: Tel. 0041 32 462 3219 (falls Anrufbeantworter, bitte Meldung UND Telefonnummer hinterlassen, wir rufen gerne zurück) oder per Mail: info@grisette.ch.
Tommy
ist geimpft, gechippt, kastriert, auf Mittelmeerkrankheiten getestet und wird bei Einreise verzollt. Er wird mit Schutzvertrag gegen eine Schutzgebühr von SFr. 500.-- nach vorheriger Platzvorkontrolle vermittelt.

26. Februar 2021 Tommy ist angekommen :
Nun ist Tommy bereits ein paar Wochen bei uns im Jura. Nach wie vor ist er misstrauisch und will sich nicht anfassen lassen. Allerdings werde ich in der Zwischenzeit auch nicht mehr angeknurrt wenn ich in der Nähe bin , sondern er nimmt bereits Leckerli aus meiner Hand. Wir hoffen, dass es da draussen jemanden gibt, der diesem Hund ein Zuhause geben kann, die Zeit die er braucht um Vertrauen in uns Menschen zu fassen und das passende Umfeld. Dieses Zuhause sollte so aussehen dass er freien Zugang in einen eingezäunten Garten hat, mindestens ein souveräner Ersthund bereits dort wohnt und vor allem erfahrene und geduldige Zweibeiner.
Hier ein paar Eindrücke der letzten Wochen:
22. März 2021 Trainingstag mit Tommy :
Gestern war wieder mal Trainigstag mit Elke, hier Elkes Bericht zu Tommy :

Der nebst Tolo zweite, eher schwer zu vermittelnde Hund, ist Tommy. Auf ihn war ich sehr gespannt und ich wurde extrem positiv überrascht. Tommy zeigte sich sehr viel weniger ängstlich als Tolo. Aber bitte jetzt nicht falsch verstehen.wir haben nicht gekuschelt 😉
Tommy war aber an mir interessiert, frass die gestreuten Leckerli zuerst sehr vorsichtig und immer auf der Hut sofort flüchten zu können, aber er wurde zunehmend mutiger und nach einigen Minuten nahm er die Fleischwurststückchen aus meiner Hand. Meine Position war dabei nicht frontal zu ihm ausgerichtet, sondern 90 Grad abgewendet und ich entfernte mich sofort, wenn er das Leckerli genommen hatte. Das hatte den Effekt, dass er eine doppelte Belohnung erhielt, das Leckerli und die Entlastung von meiner Anwesenheit. Ging ich weg, konnte er selbst auswählen, ob er noch mitspielen wollte oder nicht. Ich war echt überrascht, dass er so ‚trainierbar‘ war. Ich konnte in diesem Kontext keine Spur von Aggressionsverhalten feststellen. Kein Knurren, kein Drohfixieren.
Die meisten Galgos wählen, wenn sie bedrängt werden oder auch in Untersuchungssituationen gezwungen, die Freeze-Strategie. Das heisst, sie frieren einfach ein und lassen reglos alles über sich ergehen. Den Hunden geht es dabei aber nicht gut. Im Gegensatz zu vielen anderen Hundetypen, die sehr schnell die Strategie Angriff wählen. Tommy hat für sich wohl das Abwehrschnappen entdeckt, wobei wir nicht wissen, ob er tatsächlich auch Haut perforiert.
Rein trainingstechnisch ist dieses Verhalten eigentlich nicht schwierig zu trainieren. Mit Tommy müsste ein intensives, sehr kleinschrittiges Medical Training und Handling Training gemacht werden, und zwar so, dass er IMMER die Entscheidungsfreiheit hat. Sagt er nein, dann heisst das auch nein.
Tommy sass fast sein ganzes Leben in Spanien im Tierheim und er hat Glück, dass er nun bei Sandra sein darf. Ich bin aber ganz sicher, dass er mehr Potential hat, als nun sein Leben dort zu verbringen. Er hatte diesen interessierten Blick…
Tja, nun suchen wir nach eine windhundaffinen Person, die vielleicht sogar Erfahrung mit einer solchen Problematik hat und bereit ist die Grenzen zu akzeptieren, die Tommy gesetzt hat. Keine Kinder. Ein netter und souveräner Hundefreund/in. Ein Trainerprofi wäre super oder jemand, der wirklich bereit ist sehr engmaschig mit einem positiv arbeitenden Trainer zusammenzuarbeiten und sich betreuen zu lassen. Ruhiges Umfeld…Haus mit Garten 😊
Ihr seht also wieder einmal die berühmt-berüchtigte Nadel im Heuhaufen!