Hundepension "Grisette"
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   Gary befand sich bei uns in der Pension, bis ein neues Zuhause gefunden wurde.
28. Juni 2021: Ein Jahr Gary


Name:                     Gary
Geboren:                ca. 09.2019
Rasse:                    Mischling

Geschlecht:           Rüde kastriert
Grösse:                  zurzeit 40 cm / 10 Kg

Mai 2020 Vorstellung von Gary :
Gary wurde völlig ausgehungert am Stadtrand von Cartagena auf der Strasse gefunden. Nun befindet sich Gary in unserem spanischen Partnertierheim "Refugio Perros Abandonados" und kommt in der zweiten Juni-Hälfte zu uns in die Pension, bis ein neues Zuhause gefunden wird. Gemäss den Angaben aus Spanien ist Gary ein lieber Rüde der sich mit allen Hunden, Menschen - auch Kindern -  und Katzen gut versteht.

  
  
  

Falls Sie Gary kennenlernen möchten und ihm ein passendes Zuhause geben möchten, verlangen Sie bitte unser unverbindliches Bewerbungsformular: Tel. 0041 32 462 3219 (falls Anrufbeantworter, bitte Meldung UND Telefonnummer hinterlassen, wir rufen gerne zurück) oder per Mail: info@grisette.ch.
Gary ist
geimpft, gechippt, kastriert, auf Mittelmeerkrankheiten getestet und wird bei Einreise verzollt. Er wird mit Schutzvertrag gegen eine Schutzgebühr von SFr. 500.-- nach vorheriger Platzvorkontrolle vermittelt.

20. Juni 2020 Gary ist angekommen :
Zusammen mit Otelo, Roque und Tico ist auch Gary heute morgen wohlbehalten in der Schweiz angekommen. Während Roque - jetzt Rocky - direkt auf eine private Pflegestelle umziehen durfte, schnuppern die anderen drei Jungs noch ein bisschen Juraluft und bald sind erste Besuche von Zweibeinern geplant. Bis dahin amüsiert man sich noch ein bisschen bei uns:

Ankunft von Gary, Tico und Otelo (movie)
Ankunft von Gary, Tico und Otelo Vol. 2 (movie)
Gary und Otelo (movie)

  
  


01. Juli 2020 Gary ist umgezogen :
Der hübsche Gary hatte etliche Anfragen, wir die Qual der Wahl und so kommts, dass er nun bereits in ein neues Zuhause nach Bern ziehen durfte. Seinem Frauchen ist bewusst dass es noch viel Arbeit sein wird ihm das Hunde-ABC beizubringen aber er lernt gut und schnell und hat sich schon gut eingelebt:
28.06.2021: Ein Jahr Gary
27.06.21:
Liebe Frau Scheidegger,  
heute ist es genau ein Jahr her – damals war’s ein Samstag – dass ich Gary bei Ihnen abholen durfte. Mein Leben hat Schwung bekommen, und ich geniesse die Zeit mit ihm sehr. Er ist ein toller, energiegeladener, fröhlicher und meistens gehorsamer  Hund, und angesichts des Jahrestages will ich Ihnen ein bisschen von ihm und unserem Leben berichten sowie einige Bilder senden.
 
Letzten Dezember waren wir für den zweiten Mittelmeerkrankheiten-Test beim Tierarzt. Der Test war negativ und Gary somit gesund & munter. Ich war froh für diesen guten Bericht, auch wenn ich nicht wirklich fürchtete, das Ergebnis könnte schlecht sein.
 
Im Februar waren wir wieder zwei Wochen im Engadin. Das hat Gary sehr gefallen! Er ist durch die dicke Schneedecke gepflügt und unermüdlich durch die weisse Kälte gehüpft. Eine Woche war mein Bruder und teilweise seine Tochter mit uns, und eine Woche hat uns eine Freundin begleitet. Wir haben mehrmals täglich längere und immer wieder andere Spaziergänge genossen.
 
Im Verlauf des Monats April habe ich bemerkt, dass Gary ruhig liegen bleiben konnte, wenn ich kurz aus der Wohnung ging. Ich wollte ihm Zeit lassen, die Verlassenheitsängste zu verarbeiten, und das hat sich offensichtlich ausbezahlt. So konnten wir sanft das gezielte Alleinseintraining beginnen. Was ihn noch triggert, ist das Schlüsselgeklimper, also sorge ich dafür, dass die Schlüssel bereits in meiner Tasche sind, wenn ich hinausgehe. Gary kann jetzt sogar seinen Gudelizopf leer essen, wenn ich hinausgehe und die Wohnungstüre hinter mir schliesse. Die Trainerin hat mir geraten, die Abwesenheitszeiten etwas zu variieren, so dass die Alleinzeiten nicht regelmässig länger werden, sondern abwechselnd etwas länger und etwas kürzer. Als nächsten Schritt werde ich nun die Schlüssel auch zwischendurch aufnehmen und wieder hinlegen, ohne die Wohnung zu verlassen, so dass er auch dabei ruhig bleiben kann. Er kann auch etwas schlafen, wenn ich weg bin, und liegen bleiben, wenn ich zurückkomme. Das lässt sich also gut an, und so kommen wir mit diesem Thema langsam voran. Es eilt ja nicht damit.
 
Gary hat jetzt bereits fünf gute Freunde bzw. Freundinnen, mit denen wir regelmässig unterwegs sind. Da ist einmal Albie, sein erster und liebster Freund. Mit ihm und seiner Besitzerin gehen wir jeweils am Mittwoch Nachmittag und am Sonntag Morgen früh ca. 1.5 bis 2 Stunden spazieren. Albie hat viel gelernt von Gary, kann – noch mit der Schleppleine – teilweise freigelassen werden, hat in Garys Schlepptau einen guten Rückruf entwickelt und ist sicherer bei Menschen- und Hundebegegnungen. Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung, und Gary wird (nicht nur…) für seine Trainerhilfsdienste geschätzt und geliebt. Weiter sind da der Golden Retriever Bundy und der Irish Terrier Finn, beides sehr unterschiedliche Hunde. Bundy begleitet uns seit Anfang März auf den langen Morgengängen sowie jeweils Montag und Donnerstag nachmittags. Durch diese zusätzliche Bewegung hat er bereits 5.5 Kilo abgenommen, sieht wieder wie ein Hund aus und rennt wieder. Bundy ist sehr freundlich und langmütig mit Gary und ist ihm grosser Bruder, Vater und Mutter zugleich. Gary hält ihn in Bewegung und liebt ihn sehr. Finn ist ein 2.5jähriger, fröhlicher, wie Gary energiegeladener Hund, und mit ihm rennt er wöchentlich oder vierzehntäglich durch die Welt. Die beiden bewegen sich sehr ähnlich und fühlen sich offensichtlich verwandt. Gary sieht ein bisschen wie eine Miniaturausgabe von Finn aus. Schliesslich hat Gary die Freundinnen Libby und Chanel. Libby ist ein ca. zehnmonatiges Retromöpslein; die beiden spielen ab und zu in Libbys grossem Garten zusammen. Manchmal stösst auch Albie dazu, dann geht es sehr lustig & lebendig zu und her. Chanel ist ein kleiner und junger Tierschutzhund aus Rumänien, sehr lebendig. Sie treffen wir mit ihrer Besitzerin manchmal im nahegelegenen Steinhölzli, und die beiden ziehen einander gerne mit Stöckleinzerren umher.

 
Im Mai waren wir erneut eine Woche in den Engadiner Bergen, begleitet von einer Freundin, die eine Foxterrierhündin hat, welche allerdings nicht freigelassen werden kann, da sie jede Gelegenheit zum Abhauen ergreift. Obwohl ich seit mehr als 25 Jahren immer wieder nach Ftan fahre, haben wir auch dieses Jahr wieder etliche neue Wege erkundet. Für Gary war es nun auch schon der dritte Besuch, und es gefällt ihm sehr da. Für die ersten beiden Septemberwochen habe ich bereits wieder gebucht in «meiner» Wohnung. Das wird toll, das Vieh ist dann noch auf den Alpweiden, das Wild ebenfalls noch in der Höhe, und so wird Gary wieder viel Freiheit geniessen können.
Vom 12. bis 19. Juni waren wir sodann im Bleniotal, in Olivone, in der Casa Lucomagno mit ihrem wunderbaren Garten, und sind viel im Lukmaniergebiet gewandert. Meine Schwester hat uns begleitet, und wir hatten es sehr gut. Die Landschaft ist wunderschön, teils ein bisschen verzaubert. Ich kenne das Gebiet bereits von früheren Wanderwochen mit meiner Partnerin und mit Forest. Gary ist wirklich auf seine Rechnung gekommen da oben, und er konnte sogar dort am noch nicht vertrauten Ort auch mal alleine in der Wohnung bleiben, wenn wir unser Essen ausnahmsweise drinnen und nicht im Garten serviert bekommen haben.
 
Im Mai haben wir einen Kurs begonnen, in dem man den Hunden Tricks beibringt. Gary ist ein schlauer kleiner Kerl, der auch mental genug ausgelastet werden muss. Zuhause spielen wir ja seit je die Holzspiele von Martin Sailer, die er alle beherrscht – sogar dasjenige, das ich mit Forest nie geschafft habe. Ausserdem veranstalten wir Dummysuchen, und er ist sehr geschickt darin, kleine Gudis aus Lappen zu klauben, die in Cartonröllchen stecken. Er hat auch eine Kiste mit Spielsachen, die wir manchmal zusammen auspacken und mit denen wir etwas spielen. Nun ist das Trickdogging dazu gekommen, bei dem wir lustige neue Dinge lernen. Er stellt sich gut an! Wenn wir etwas Neues lernen und er noch nicht recht weiss, wie es geht, spult er das ganze schon gelernte Programm ab, weil er rausfinden möchte, was um Himmels Willen ich denn von ihm will. Er kann dann fast nicht warten und wird ein bisschen hibbelig, der Gute.
 
Zum heutigen Jahrestag hat Gary natürlich ein speziell gutes Frühstück bekommen, und schläft nun ruhig neben mir.


 
Ich hoffe, dass es Ihnen und Ihren Hunden gut geht und grüsse Sie freundlich,  
Margareta L.